Die Uni-AG hat eine Vielzahl laufender Projekte, die es sich lohnt kennenzulernen:

Neben der Ermöglichung der projektorientierten, studentisch organisierten Studium Fundamentale Lehrveranstaltung Sustainability - Face the Challenge hat die AG einen regelmäßigen Fairen Verkaufsstand im Café Hilgenfeld der Uni und bietet mit der Projektgruppe erfurt global alternative Stadtrundgänge durch Erfurt an (näheres findet ihr bei: über uns von der uni).

Außerdem ist die AG vernetzt mit vielen verschiedenen Akteur_innen an der Uni, in der Stadt, in der Region und beteiligt sich zum Beispiel an der Organisation der Ringvorlesung Postwachstumsökonomie für das Sommersemester 2012.

Außerdem ist die AG Vernetzungspartner für Initiativen für eine nachhaltige Hochschullandschaft.

Diese und weitere Projekte könnt ihr auf unserer Homepage oder auch im direkten Kontakt kennenlernen! Viel Spaß!

 

Wer den wunderbaren Film zum Lebenslust-Festival 2011 in Erfurt noch nicht gesehen hat, sollte dich unbedingt nachholen - es lohnt sich!

Die Anmeldung zum Früko 2012 läuft!

 

Der Frühlingskonvent der AG Nachhaltigkeit ist ein für alle Interessierten offenes Seminarwochenende, an dem gemeinsam diskutiert, die Welt neugedacht und gefeiert wird. Dieses Frühjahr gehts gemeinsam zum Naturerlebnishof Hausen, vom 04. bis zum 07. Mai 2012. Der Konvent steht unter dem Titel "ecological intelligence" und wird unter finanzieller Unterstützung der Bundeszentrale für Politische Bildung sowie inhaltlicher Mitarbeit der Landesarbeitsgemeinschaft "Arbeit und Leben" Thüringen gestaltet. Wir freuen uns auf euch! Alle Infos findet ihr auf dem Workspace des Orga-Teams, wo ihr euch auch anmelden könnt.


Seminar "Wie gelingt politischer Wandel?"

Rio+20, landlose Landbesetzer/innen, 20 Jahre Lokale Agenda 21 und politisches Engagement in Thüringen
Seminar im Rahmen der Arena der Zukunft 2012 - Nachhaltig verändern
Datum: 11.-13. Mai 2012
Ort: Naturerlebnishof Hausen (bei Erfurt)


Im Juni 2012 trifft sich die Welt nach 20 Jahren wieder, um auf dem "Erdgipfel" (Rio+20) über nachhaltige Entwicklung zu debattieren. Doch der globale Klimaschutz wurde in Durban vorerst begraben. Weder bei sozialen Themen wie dem Welthunger noch beim Ressourcenverbrauch, scheint eine Trendumkehr in Sicht. Aber auch aus Misserfolgen kann man Lehren ziehen. Und es gibt viele gute einzelne Projekte und politische Initiativen. Entscheidend ist: Wie gelingen nachhaltige Veränderungen? Was heißt das für unser Handeln hier in Thüringen?

Scharfe Kritiker von Rio+20 sind die brasilianische Landlosenbewegung "Movimento dos Sem Terra" (MST) und das Weltsozialforum (WSF). Der Begriff der Nachhaltigkeit und Rio 1992 galten als Symbol dafür, dass Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit im Zentrum der Gesellschaft angekommen waren. Heute, so die Kritik, erweist sich die Green Economy als Farce unter welcher auch die Verwertung des letzten Fleckens Natur als ökonomische Ressource legitimiert wird. Ein wirklich nachhaltiges Umdenken angesichts schreiender sozialer Ungleichheit, Klimawandel oder der Bedrohung des Peak OH ist nicht in Sicht. Die brasilianische Landlosenbewegung ist ein entscheidender Akteur der Via Campesina und eine der größten sozialen Bewegung der Welt. Bekannt geworden vor allem durch ihre Landbesetzungen, ist sie aber zugleich ein Beispiel für eine Basisbewegung, die seit mehr als 25 Jahren in vielfältiger Weise Gesellschaft mitgestaltet. Das Weltsozialforum wiederum hat eine ganz andere Handlungsform entwickelt, aber auch damit prägt es globale Entwicklung.

Im Seminar wollen wir uns zunächst mit den Handlungsformen der MST und des WSF, aber auch mit den Inhalten der zivilgesellschaftlichen Entwürfe des "Gegengipfels" (Cupula dos Povos) zu Rio+20 beschäftigen. Unser Fokus liegt jedoch näher - hier in Thüringen.
Voller Enthusiasmus wurde der lokale Agenda 21 Prozess nach Rio '92 begonnen. In unzähligen Orten gründeten sich Initiativen, welche die Agenda von Rio nach ihren eignen Vorstellungen umsetzen wollten.
Nach 20 Jahren umwelt- und entwicklungspolitischem Engagement kann eine kritische Bilanz sehr hilfreich sein. Wo gibt es gute Ansätze und Erfahrungen, die weiterverfolgt werden können? Woran sind einzelne Projekte gescheitert und wie lasst sich dies vermeiden? Wie hat sich der lokale und globale Kontext geändert?
Über allem jedoch steht die Frage: Welche Lektionen lassen sich daraus lernen? Was sind die "Gelingensbedingungen' für nachhaltiges Verändern? Neben den inhaltlichen und problembezogenen Auseinandersetzungen möchte es den Raum öffnen, um vorhandene Projekte und künftige Ideen, Strategien und Aktionen gemeinsam weiter zu entwickeln.


Seminarleitung: Benjamin Blink

Benjamin Bunk ist Mitarbeiter am Institut für Bildung und Kultur der FSU Jena und promoviert zur Bildungstheorie sozialer Bewegungen am Beispiel der brasilianischen Landlosenbewegung und des Weltsozialforums. Er engagiert sich seit einigen Jahren lokal wie international zu Fragen Globaler Gerechtigkeit und Globalen Lernens mit besonderem Schwerpunkt auf Brasilien.


Teilnahmegebühr: 25 Euro (ermäßigt) / 35 Euro (einschließlich Übernachtung und Verpflegung)

Weitere Informationen und Anmeldung bis zum 20.4.2012 unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , Tel.: 0361-5553257


Das Seminar ist eine Kooperation mit Bundjugend Thüringen und AG Nachhaltigkeit.  Es findet im Rahmen der Arena der Zukunft 2012, organisiert von Heinrich-Böll-Stiftung und Stadt Erfurt / Lokale Agenda statt und wird mit Mitteln des TMLFUN / EFRE gefördert.